Möhren-Muffins für Ostern

Ich hatte die ganze Woche über Lust zu backen, also habe ich es umgesetzt:

Zutaten

60 g Butter oder Pflanzenöl

1 Ei oder 1-2 EL Apfelmus

100 g Agavendicksaft

200 ml Buttermilch oder Pflanzenmilch

150 g geriebene Karotten

250 g Mehl

2 TL Backpulver

1 TL geriebene Orangenschale

50-100 g Haselnüsse

½ TL Zimt oder Gewürz

1 EL Licor 43 falls gewünscht

Glasur

Puderzucker

Zitronensaft

ev. Orangenschale und/oder gehackte Pistazien

Herstellung

Butter/Öl, Ei, Agavendicksaft, (ev. Licor) und Milch verrühren, die trockenen Zutaten mischen und zugeben, ebenfalls die Karotten. In Muffinförmchen oder in ein Muffinblech füllen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 20-30 Minuten backen, etwas auskühlen lassen, mit der Glasur bestreichen und dekorieren.


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Rezeptnachtrag

Mir ist noch eingefallen, dass man statt Eiweisspulver oder Mehl auch den Nussanteil (z. B. insgesamt 200 g gemahlene Mandeln) erhöhen und das Backpulver weglassen kann. Dann wird die Konsistenz auch kompakter und man erhält Cookies. In dieser Richtung habe ich schon häufiger Kekse gebacken. Das funktioniert ganz gut und man erhält Kekse ohne raffinierten Zucker und mit einer sehr guten Kohlenhydrat-Eiweiss-Bilanz.

Möchte man eine vegane Variante backen, lässt sich das auch leicht machen, indem Eier und Quark durch z. B. Nussmus und z. B. Apfelmus und/oder Kokosöl/Kakaobutter ersetzt werden. Auch den Bananenanteil zu erhöhen, wäre eine mögliche Variante. Allerdings werden bei mir Kekse, die ich ausserhalb des „Standardschemas“ (Butter, Ei, Zucker, Mehl) backe, gerne mal recht krümelig, was mich aber nicht weiter stört und möglicher Weise auch an einem noch nicht optimalen Rezept liegt.

Viel Spass beim Experimentieren!

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Low Carb/High Protein Cookies

Mein Mann wünschte sich mehr Süssigkeiten/Zwischenmahlzeiten, die er ohne schlechtes Gewissen snacken kann. Also ging ich auf die Suche und liess mich durch Rezepte im Internet inspirieren. Ich habe mich allerdings an kein bestimmtes Rezept gehalten, sondern „freischnauze“ ausprobiert.

Ich backe fast immer nach Gefühl (meist wiege ich auch die Zutaten nicht ab und verlasse mich auf mein Gespür). In diesem Fall habe ich einen Teil des Teigs statt mit Eiweisspulver mit Mehl gemacht, um zu sehen, ob das auch funktioniert. Auf dem Blech kann man sie nicht unterscheiden, wohl aber im Geschmack: Das Eiweisspulver war in der Geschmacksrichtung Lebkuchengewürz, so dass ich bei der Mehlvariante ein Päckchen Spekulatiusgewürz zugegeben und die Konsistenz mit etwas Milch angepasst habe. Je nach Grösse der Eier, Reifegrad der Bananen und Konsistenz des Quarks, muss das Rezept jeweils angepasst werden, um einen leckerschmeckenden Teig zu erhalten, wie man ihn z. B. für Muffins herstellt.

Die Teigrohlinge sahen so unscheinbar aus, dass ich sie mit dunklen Schokodrops verziert habe.

Diese Zusammensetzung habe ich verwendet:

100-120 g Eiweisspulver mit Geschmack je nach Lust und Laune oder Vollkornmehl und Gewürze (bei Verwendung von Mehl muss je nach Konsistenz des Teiges noch etwas Flüssigkeit wie z. B. Milch zugefügt werden)

ca. 200-300 g Hafer- oder Dinkelfloken

500 g Magerquark

100 g gehackte Nüsse (je nach Lust und Laune)

2 Bananen

4 Eier

optional: 1 Päckchen Backpulver

dunkle Schokodrops

Herstellung:

Bananen zerdrücken, alle übrigen Zutaten bis auf die Schokodrops zugeben und zu einem geschmeidigen Teig zusammenfügen (Konsistenz wie für Muffins).

In Portionen auf ein Back- bzw. Muffinblech oder in Muffinförmchen geben, mit den Schokodrops dekorieren und im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 20 Minuten backen.

Die gebackenen Cookies sind sehr luftig und schmecken dadurch sehr leicht.

Bei mir wurde durch das Backpulver die Konsistenz so locker, dass ich das nächste Mal eher Muffins als Kekse daraus backen werde. Da der Teig auf dem Blech aber relativ stabil war (und nicht zerfloss), kann man so auch gut „Freihandmuffins“ backen. Ohne das Backpulver dürften die Cookies wohl „keksiger“ werden 😉

Damit man die Konsistenz besser sieht (natürlich nur deswegen *g*), habe ich einen angebissen.


Viel Spass beim Nachbacken!

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Sehnsucht

Vor einigen Jahren schrieb ich eine Kurzgeschichte für einen Wettbewerb einer Zeitung mit dem Thema Sehnsucht. Mein Beitrag gewann nicht, gesucht war eine andere Art von Sehnsucht. Aber welche Sehnsucht ist grösser als die nach dem Leben?

Hier mein damaliger Beitrag:

Sehnsucht

Gerade noch erhasche ich einen letzten Blick goldenen Sonnenlichts, bevor die lebensspendende Kugel hinter dem Hügel zur Nachtruhe niedersinkt. Es ist nur der Hauch eines Blickes, denn mehr ertragen meine Augen nicht, sonst würden sie vom Licht geblendet und ich wäre in noch undurchdringlicherer Finsternis gefangen als der jenes sanften, grauen Schleiers der Nacht. Nur entfernt erinnere ich mich noch, wie es war, unter den erhellenden Strahlen zu wandeln und ihre Wärme auf meiner Haut zu spüren. Zu lange ist es her, dass ich zu den Lebenden gehört und die lichtvollen Stunden des Tages mit Geschäftigkeit gefüllt habe. Damals wusste ich nicht, wie kostbar jene Augenblicke voller Licht und voller Farben sind. Unbeachtet zogen sie an meinem Streben nach einem höheren Ziel vorbei, verdrängt durch meinen Ehrgeiz und die arrogante Selbstbehauptung meines Erfolges. Nie war das Erreichte gut genug, stets verlangte mich nach Besserem. Und als ich dachte, es gefunden zu haben, in meiner Vermessenheit, da raubte mir das meistbegehrte Ziel all meine unerkannten Schätze.

Unter mir eilen ein paar Sterbliche die Strassen entlang. Hetzen ihren kleinen Nichtigkeiten hinterher, die ich einst als so lästig empfand und um die ich sie nun so sehr beneide. Sie wissen nicht, was es bedeutet, in der Sonne zu wandeln. Sie ahnen nicht, wie verlockend selbst eine so alltägliche Tätigkeit wie das Essen auf mich wirkt. Tausende von verschiedenen Reisen erleben sie tagtäglich allein durch ihren Geschmackssinn und bemerken es nicht. Jetzt, da ich fähig bin, sie wahrzunehmen, jede einzelne Komponente eines meisterhaft zubereiteten Menüs oder auch eines einfachen Stückes Brot, bin ich doch jeglichen Geschmacks beraubt, und Ekel befällt mich nur schon beim Geruch von Speisen. Einzig die Essenz ihres flüchtigen Lebens schenkt mir einen kurzen Augenblick der Wonne, wenn ich nicht nur ihre Erlebnisse, ihre sonnigen Tage, sondern auch ihre Wärme durch meinen kalten Körper strömen fühle.

Mich schaudert. Wenn ich weinen könnte, würde ich nun eine Träne vergiessen, doch auch dies bleibt mir auf immer verwehrt. Ich habe erreicht, wonach viele noch vergebens trachten, und bin unsterblich geworden. Die Süsse dieses Erfolges liess mich eine ganze Weile vergessen, welchen Preis ich dafür zu zahlen habe. Bis es zu spät war. Wie bitter schmeckt diese Erkenntnis. Oh, wie ich mich danach sehne, nur einen einzigen Augenblick im Angesicht der Sonne zu stehen und einen simplen Apfel zu kosten. Wie verlangt es mich nach den einfachen Kleinigkeiten, denen ich einst mit solcher Gleichgültigkeit begegnete. Ich begehre nichts sehnlicher, als am Leben zu sein, und sei es nur für eine einzige Stunde. Das Verlangen danach brennt in mir wie ein lodernder Feuersturm und treibt mich immer wieder in die Nähe der Menschen. Ihnen nahe zu sein, sie zu beobachten, ihrem Herzschlag zu lauschen und sich vorzustellen, wie sich eine liebevolle Berührung anfühlen würde, ist ein unstillbares Bedürfnis. Es ist nie genug. Ich kann Ihnen nicht gleich werden, und so harre ich im Verborgenen, auch wenn mich der Schmerz darüber, dass sie für mich unerreichbar bleiben, innerlich verzehrt und aushöhlt. Mit jedem Jahr, das vergeht, auch wenn ein einziges Leben kaum mehr ist als ein Blinzeln, wird dieses Reissen stärker. Jahrhunderte sind bereits vergangen, und die Leere frisst mich auf.

So wandle ich, ein Himeros-Jünger, durch Klingsors Zaubergarten und recke meine Seele der blauen Blume entgegen, die meine seltenste Rose ist und die ich doch niemals erreichen kann, wie weit ich ihr auch entgegeneile. Wie sehne ich mich nach barmherzigem Vergessen, nach einem endgültigen Ende meiner Qualen. Mit Freude und mit Jubel würde ich mich dem Tod anvertrauen, bedeutete er doch gleichzeitig ein Ende meines Leides und vielleicht einen Neubeginn. Doch meine Hoffnung ist gleichzeitig mein Verderben, denn sterben kann ich nicht. So bleibt denn meine einzige Begleitung in der Kälte der Ewigkeit die Sehnsucht.

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Workshop-Vorbereitungen

Im Oktober 2019 findet die nächste Scheibenweltconvention statt und ich habe vor, wieder 2 Workshops anzubieten.

Einer davon wird vermutlich eine Schokoladen-Degustation sein unter dem Thema Süss&Lecker.

Im zweiten Workshop (Wienrich&Böttcher, kulinarische Waffenkunst) möchte ich mit den Teilnehmern Pralinen herstellen und tüftle bereits an der Rohmasse, möglichen Geschmacksrichtungen und Dekorationen. Die Ergebnisse will ich Euch nicht vorenthalten.

Dunkle Schokotrüffel mit Kaffee und Kaffeelikör, dekoriert mit Goldstaub, weisser Schokolade und Nusskrokant sowie dunkle Schokotrüffel mit Rum, dekoriert mit Goldstaub, gehackten Pistazien und weissen Schokoraspeln


Weisse Schokotrüffel mit Matcha und Licor 43 sowie Mokkatrüffel mit Kaffeelikör
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